Das Braufässchen Brauverfahren

Du erhältst bei uns ein leeres, steriles 5-Liter Fass, ein Druckventil, Malzextrakt, Hopfen, Hefe und, wenn gewünscht, Aromenextrakte in Flaschenform oder Holzchips als Zugabe zum Geschmack. Zusätzlich benötigst du nur noch einen Wasserkocher und schon kann es losgehen!
Entferne zunächst den Sicherheitsverschluss vom Braufässchen Fass und gib dann das Malzextrakt vollständig in das Fass. Da das Malzextrakt eine Konsistent ähnlich zu Honig hat, kannst du es einfach langsam hineinlaufen lassen. Dies kann ein paar Minuten dauern. Danach kannst du mit dem Wasserkocher etwas Wasser erhitzen und mit kaltem Wasser in die nun leere Malzextrakt Flasche geben. Beachte dafür einfach die Markierungen auf der Flasche. Jetzt schüttele das Fass etwas, damit sich das Malzextrakt mit dem Wasser mischen kann. Fülle die Flasche dann noch fünf Mal mit kaltem Wasser auf und gieße es in das Fass, das am Ende allmählich voll sein sollte. Nun kannst du Hopfen, Hefe und – falls vorhanden – Aromen hinzugeben und das Druckventil oben auf die Öffnung setzen. Achte darauf, den inneren Teil dabei nicht ins Fass zu drücken. Schon bist du fertig und kannst dich auf dein selbst gebrautes Bier freuen – und das ganz ohne Wiegen oder Temperaturkontrolle. Nach einem Tag muss das Fass einmal kurz gedreht werden, damit die Hefe reaktiviert wird. Nach insgesamt fünf Tagen Gärung bei Raumtemperatur kommt das Fass dann noch für zwei Tage in den Kühlschrank. Da das Fass von der Größe ein ganz normales Partyfass darstellt, passt es ganz normal in jeden üblichen Kühlschrank. Am Tag des Anzapfens kannst ganz einfach den inneren Teil des Druckventils eindrücken und dein eigenes Bier ganz komfortabel durch den integrierten Zapfhahn zapfen.


Unsere Zutaten

Malzextrakt

Das Malzextrakt, welches du von uns erhältst, ist hochkonzentrierte Pfannenvollwürze, bei der wir dir bereits viele zeitaufwendige Arbeitsschritte abgenommen haben: So musst du das Malz nicht mehr schroten, und auch das Einmaischen, Kochen und Kühlen bleiben dir erspart. Wir haben für jeden Biertyp bereits das Malz ausgewählt und dieses auf Sirupstärke eingedickt. So kommt die Stammwürze von vorher ca. 12-14° Plato, was 12-14 Gramm Zucker pro 100 Gramm Würze entspricht, nach der Konzentrierung auf ca. 80° Plato.


spezielle Hefe

Bierhefe arbeitet je nach Art am besten zwischen 4 und 12° Celsius. Da wir bei Zimmertemperatur vergären und dies auch unter Druck geschieht, was in Brauereien normalerweise nicht der Fall ist, haben wir am Anfang sehr viele verschiedene Hefestämme für jeden Biertyp ausprobiert. Das Ergebnis nach duzenden Versuchsreihen war eine ganz besondere untergärige Hefeart für unser Pils und Dunkles und eine spezielle Trockenhefe für unser obergäriges Weißbier. Für unser IPA mussten wir sogar auf einen Hefestamm von Übersee zurückgreifen, denn nur die hat unser Ale-Malzextrakt gut verarbeiten können. Für jeden Biertyp dosieren wir die Hefe grammgenau vor, sodass du diese nur noch zugeben musst.


Hopfen

Unser Hopfen stammt aus der Hallertau und wird dort direkt im Anbaugebiet eingekocht. Das hochkonzentrierte Extrakt wird uns direkt geliefert, sodass das Geschmackserlebnis unverändert bleibt. Hallertau ist das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt und fast alle deutschen Brauereien beziehen ihren Hopfen aus dieser Region. Dabei verarbeiten die Brauereien den Hopfen meist in Zwischenschritten noch weiter, was die Geschmacksvielfalt des Hopfens verändert und einschränkt. Du kannst bei uns zu jeder Biersorte spezifisch die Hopfenintensität wählen. So ist das bittere IPA die bitterste Stufe und das milde Weißbier die mildeste Hopfenintensität. Dazwischen kannst du für jeden Biertyp eine von drei Hopfenintensitäten aussuchen.


Wasser

Das Wasser darf natürlich beim Bierbrauen nicht fehlen, denn es dient auch bei unserem Braufässchen als Grundlage. Wasser ist jedoch nicht gleich Wasser und auch wenn es in Deutschland aus der Leitung bereits durchaus trinkbar ist, so gibt es doch verschiedene Wasserhärtegrade. Alle unsere Versuche haben wir mit hartem Wasser aus der Leitung (Versuche haben mit Freisinger Leitungswasser begonnen - Härtegrad 3,2) und sehr weichem Wasser aus PET-Flaschen durchgeführt. Dadurch ist es uns gelungen, für alle Wasserhärtegrade ein optimales Ergebnis für den Biergenuss zu erzielen. Alle Zutaten können so unabhängig der jeweiligen Wasserhärte ein rundes Geschmacksmuster entwickeln, was dazu führt, dass das Bier zwar immer ein wenig variiert, jedoch stets den typischen Geschmack des jeweiligen Biertyps entwickelt. So schmeckt ein Braufässchen Pils mit untergäriger Hefe mit hartem Wasser natürlich etwas anders als mit sehr weichem Wasser, doch die typische Bittere und der Nachgang des Pils bleiben dabei unverändert. Das Wasser liefern wir deshalb auch nicht mit, sondern es kann frisch direkt aus dem Wasserhahn/ -kocher in das Fass gegeben werden.